Die Potenziale des Inneren Teams

Digitaler Zugang zur autonomen Konfliktlösung

Neue Wege zur Förderung der einvernehmlichen Konfliktlösung bietet die zu Jahresbeginn online gegangene Internet-Plattform "Recht ohne Streit". Die Plattform ist ein offener und niederschwelliger Ansatz, Konfliktbeteiligte in die Lage zu versetzen, eigenverantwortlich eine Entscheidung über den im konkreten Konfliktfall einzuschlagenden Weg zu treffen. Konfliktbetroffene werden in ihrem konkreten Konflikt abgeholt und in mehreren Prüfstufen dazu gebracht, selbst zu erkennen, auf welchem Weg sie ihre Ziele am besten umsetzen können. Es wird über Kosten und Anbieter informiert, aber auch aufgezeigt, dass persönliche Interessen durch flexible Verfahrensgestaltungen umgesetzt werden können.

In einer umfangreichen Infothek stellt die von unabhängigen Wissenschaftlern unter Leitung von Professor Reinhard Greger entwickelte Plattform Wissen zu allen Fragen der alternativen Konfliktbeilegung zur Verfügung und ist damit auch für Berufsträgern, die in der Rechts- oder Konfliktberatung tätig sind oder sich mit Konflikten anderer beschäftigen, von großem Wert. Die Nutzung ist kostenlos und anonym.

Zugang zur Plattform: https://rechtohnestreit.de

 


Die Centrale für Mediation ist eine der größten Vereinigungen von Mediator/innen im deutschsprachigen Raum. Unser Anliegen ist die Förderung der Mediation und anderer Methoden konsensualer Streitbeilegung in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Nutzen Sie unser Internetangebot sowie unseren Mediatorenpool für alle Informationen rund um alternative Konfliktlösungsmethoden.


Nachrichten



Eine Welle von Eilverfahren vor allem zum Bürgergeld und zur Arbeitslosenversicherung belastet die nordrhein-westfälischen Sozialgerichte. Die Klagen im einstweiligen Rechtsschutz seien bei den acht NRW-Sozialgerichten 2025 sprunghaft um mehr als 55 Prozent auf 7.615 gestiegen, sagte der Präsident des Landessozialgerichtes (LSG), Jens Blüggel, bei der Jahres-Pressekonferenz in Essen. Im laufenden Jahr gehe dies ungebremst weiter.

Im Konflikt um die Entwicklung des neuen Stadtquartiers "Euroforum Nord" in Köln-Mühlheim haben die Beteiligten - darunter die Stadt Köln, mehrere Projektentwickler, die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sowie die Kölner Schiffswerft Deutz - einen Vergleich nach § 106 VwGO erzielt. Damit wurde ein seit 2019 laufendes Normenkontrollverfahren sowie weitere verwaltungsgerichtliche Verfahren beendet. Grundlage war ein mehrjähriges Güterichterverfahren von dem OVG Nordrhein-Westfalen.

Bayerns Justizminister Georg Eisenreich hat das Ziel ausgegeben, in den kommenden Jahren 50.000 Urteile der bayerischen Justiz zu anonymisieren und zu veröffentlichen. Möglich wird das "Projekt 50k" durch das neue KI-Tools "ALeKS". Transparente und öffentlich zugängliche Urteile stärkten das Vertrauen in den Rechtsstaat und erleichtern die Einschätzung von Erfolgsaussichten, so der Minister. Zugleich bilde die breite Verfügbarkeit anonymisierter Urteile eine wichtige Grundlage für das Training KI-basierter Modelle und neue Legal-Tech-Anwendungen.

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