Wildschäden: Mediation statt Gericht
Seit Jahresbeginn gibt es bei Streitigkeiten zwischen Grundbesitzern und Jägern in Oberösterreich ein neues Schlichtungsverfahren. In dem Mediationsverfahren sollen eigens ausgebildete Schlichter für rasche und faire Lösungen sorgen und Gerichtsprozess verhindern.
Bei Wildschäden schlagen bisweilen die Wogen hoch. Doch die Fälle, die vor Gericht gelandet sind, wurden nicht immer zufriedenstellend gelöst. Auf emotionaler Ebene blieb viel Frust übrig. Die Experten erwarten jetzt von dem neuen Schlichtungsverfahren, dass weniger Fälle vor Gericht landen.
Die Landwirtschaftskammer hatte die Einführung der Schlichter gefordert. Sie wurden dort auch ausgebildet. 50 bis 100 Fälle pro Jahr sind laut Expertenschätzung in Oberösterreich bislang durch die Wildschadenskommissionen abgehandelt worden. Und mancherorts könnten die Streitfälle noch zunehmen. Vor allem im Bereich Soja und Sonderkulturen im Flachlandgebiet ist in Zukunft mit einem vermehrten Bedarf zu rechnen. Die Amtszeit der neuen Streitschlichter bei Wildschäden beträgt sechs Jahre.